Literatur im Schloss: Raoul Schrott

Raoul Schrott, 2019 (Foto: (c) Annette Pohnert/Carl Hanser Verlag) - Foto nicht zum Download freigegeben
Raoul Schrott, 2019 (Foto: (c) Annette Pohnert/Carl Hanser Verlag) - Foto nicht zum Download freigegeben

Literatur im Schloss
Raoul Schrott liest aus seinem neuen Roman

Was für ein Abenteuer! Der Hannes aus Aachen kam als erster einmal ganz um die Welt. Vor 500 Jahren brach er mit Magellans Flotte zu den Gewürzinseln auf. Und damit ins völlig Ungewisse. Meutereien. Schiffbrüche. Kämpfe, Menschenfresserei – nur um an Nelken zu kommen. Am Ende kehrte bloß ein einziges Schiff zurück. Nur 18 Seeleute überlebten, unter ihnen „Juan Aleman“. Dass er noch ein zweites und sogar drittes Mal zur Weltumsegelung aufbrach, ist alles, was man von ihm weiß. Raoul Schrott ist dieser Nebenfigur der Weltgeschichte hinterhergereist: Schwelgerisch und voll geradezu fühlbarer Details schenkt er seinem Simplicissimus auf hoher See ein ganzes Leben. Sein im Herbst erscheinender Roman trägt den verführerischen Titel „Eine Geschichte des Windes oder Von dem deutschen Kanonier der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal“.

Raoul Schrott ist ein Universalgelehrter, Weltreisender, Übersetzer, Dichter und Romancier. Der 1964 in Tirol geborene Autor erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Peter-Huchel- und den Joseph-Breitbach-Preis. Zuletzt erschienen „Homers Heimat“ („Der Kampf um Troia und seine realen Hintergründe“, 2008) und seine Übertragung der Ilias (2008), „Gehirn und Gedicht“ („Wie wir unsere Wirklichkeiten konstruieren“, 2011, gemeinsam mit dem Hirnforscher Arthur Jacobs), die Übersetzung von Hesiods „Theogonie“ (2014) sowie der Gedichtband „Die Kunst an nichts zu glauben“ (2015). Sein episches „Erste Erde“-Projekt wurde über mehrere Jahre hinweg von der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Zuletzt erschien „Politiken & Ideen“ (2018). Der Roman „Tristan da Cunha oder Die Hälfte der Erde“ (2003) war ein großer Erfolg. Neben dem jetzt erscheinenden Roman arbeitet Raoul Schrott mit Unterstützung der Bundeskulturstiftung am Projekt „Atlas der Sternenhimmel“, das im Herbst 2022 veröffentlicht wird.

In Kooperation mit der Buchhandlung Moritz und Lux
Kurator: Ulrich Rüdenauer

Info:
Karten sind an der Museumskasse und bei der Buchhandlung Moritz und Lux erhältlich

Mit freundlicher Unterstützung:
- Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg, Marbach
- Best Western Parkhotel, Bad Mergentheim
- Drews-Stiftung, Schrozberg
- Freundeskreis “Literatur im Schloss”
- Enzel Imhof, Architekten, München/Bietigheim
- Lauda Dr. R. Wobser GmbH & Co. KG, Lauda-Königshofen
- Rotary Club Bad Mergentheim
- Stadtwerk Tauberfranken
- Werbeagentur Fischer and Friends, Bad Mergentheim
- Würth Industrie Service