Modell der Burg Rehden

Die ehemalige Deutschordensburg ist seit dem 18. Jahrhundert eine Ruine. Albrecht Duwe stützte sich beim Bau dieses Modells auf eigene Bauaufnahmen an der Ruine und die seit 1888 publizierten Rekonstruktionen Conrad Steinbrechts.

Detailansicht des Modells der ehemaligen Deutschordensburg Rehden (Foto: Deutschordensmuseum)
Detailansicht des Modells der ehemaligen Deutschordensburg Rehden (Foto: Deutschordensmuseum)

Burg Rehden, 1320-1340
Von Albrecht Duwe (Groß-Krebs 1914-2013 Essen), Ingenieur
Rekonstruktionsversuch 1963-1973
Maßstab 1:50/Fläche rund 40 qm/Gewicht 750 kg
Material Zementestrich, Schaumstoff, Dispersionsfarbe etc.

Das detailreiche und liebevoll bemalte Modell aus Zementguss zeigt Burg Rehden, im ehemaligen Kulmerland gelegen, im Zustand vor Zerstörung während der polnisch-schwedischen Kriege im frühen 17. Jahrhundert und folgendem Verfall. Mit der geschlossenen Vierflügel-Anlage um einen rechteckigen Innenhof und einer ausgedehnten Vorburg ist hier eine typische Konventsburg des Deutschen Ordens zu sehen, die Aufgaben des Wehrbaus, Wirtschaftshofes, Verwaltung und Ordenshauses in sich vereint, und sich Ende des 13. Jahrhunderts in Preußen entwickelte.

Die zur Vorburg hin gelegene Fassade zeigt links die Fenster des Remters (Speisesaal des Konvents), rechts die Fenster der Kapelle. Im Westflügel befand sich die Wohnung des Komturs, nach Westen herausgeschoben in die äußere Umfassungsmauer der Danzker (Latrinenbau), im Norden der mächtige Hauptturm mit einem Durchmesser von 13 m, im Ostflügel der Kapitelsaal und der Schlafsaal, im Nordflügel die Firmarie (Krankenstation) und der umfangreiche Kamin des Küchentraktes.

Zum Vergleich: das Haupthaus des 1320-1340 errichteten Backsteinbaus maß eine Seitenlänge von 52,5 m.