Haushaltungsbuch

Der Dichter Eduard Mörike hielt sich mit seiner Schwester Klara sieben Jahre in Mergentheim auf, lernte hier seine Frau Margarethe kennen und heiratete sie in der Schlosskirche. Wichtiges Zeugnis dieser Zeit ist das Haushaltungsbuch.

Seite aus dem Haushaltungsbuch vom Mai 1846 mit eigenhändigen Skizzen Eduard Mörikes. Unten Darstellung des Besuchs im Raritätenkabinett des Herzogs Paul Wilhelm von Württemberg. (Foto: Foto Besserer, Lauda-Königshofen)
Seite aus dem Haushaltungsbuch vom Mai 1846 mit eigenhändigen Skizzen Eduard Mörikes. Unten Darstellung des Besuchs im Raritätenkabinett des Herzogs Paul Wilhelm von Württemberg. (Foto: Foto Besserer, Lauda-Königshofen)

Haushaltungsbuch
1843-47
Leihgabe der Stadt Bad Mergentheim

Vermutlich führten die Mörikes immer solche Büchlein, um die Übersicht über Einnahmen und Ausgaben zu haben. Das Haushaltungsbuch wurde (in Wermutshausen) im Oktober 1843 begonnen und bis 27. April 1847 fortgesetzt. Ab dem 1. Januar 1846 handhabte Gretchen das Buch. Genau ein Jahr lang, von 24.1.1846 bis 24.1.1847, fügte Mörike Zeichnungen in ihre Notizen ein. Die kleinen Genrebilder liefern Hinweise auf kleine Ausflüge, auf Hoffnungen, die man auf Briefe setzte, auf kleine Begebenheiten und Gefühlsimpressionen. Scherze, Geschenke, Kaffeetafeln für kleine Gesellschaften und vieles mehr sind anschaulich gemacht.
Die Eintragungen sind Spuren aus dem Alltag der Mörikes. Ausgaben für die einfachen Dinge des Lebens und die wenigen Einnahmen sind penibel genau verzeichnet. Es zeigt, wie man mit den wenigen Einnahmen auskam.
Das Haushaltungsbuch wurde 1904 von Mörikes Tochter Fanny Hildebrand der Städtischen Altertumssammlung gestiftet.