800 Jahre Deutscher Orden in Bad Mergentheim

Der 16. Dezember 1219 ist für Mergentheim und für den Deutschen Orden gleichermaßen ein Datum von großer Bedeutung. An diesem Tag wurde der „Grundstein“ für die Stadtwerdung und für die Deutschordensresidenz Mergentheim gelegt. Durch einen Erbvergleich fielen dem Deutschen Orden bedeutende Besitzungen und Rechte in Mergentheim und im Umland zu, so zwei Burgen, Zoll, Gericht und Zehnt, Fischerei- und Weiderechte, der halbe Kammerforst und der Ketterberg.

Detail der Urkunde vom 16. Dezember 1219, StAL, B 249 U
Detail der Urkunde vom 16. Dezember 1219, StAL, B 249 U

Andreas von Hohenlohe trat zu diesem Zeitpunkt in den Deutschen Orden ein und schloss mit seinen beiden weltlich gebliebenen Brüdern Gottfried und Konrad einen Teilungs- und Abfindungsvertrag. Eine knappe Woche später traten auch deren Brüder Heinrich und Friedrich dem Orden bei und verfuhren ähnlich, dadurch fielen Honsbronn, Elpersheim, Schönbühl, der Wald Kammerforst bei Herbsthausen, Wald bei Hollenbach, Weikersheim, Gelchsheim, Bolzhausen, Bütthard und weitere Güter dem Deutschen Orden zu.

Das Jubiläumsjahr
Anlässlich des Jubiläums wird das gesamte Jahr 2019 der bewegten Ordensgeschichte gedacht. So soll am „Tag der offenen Tür für Familien“ am 16. Juni ein besonderes Augenmerk auf das Schloss gerichtet werden. Von Juli 2019 bis Januar 2020 informiert die Sonderausstellung „Mythos und Wahrheit. Deutscher Orden im Südwesten“ über das Wirken des Deutschen Ordens und seiner Mitglieder in den Balleien (Provinzen) Deutschmeistertum um Mergentheim, Elsaß-Burgund und Franken.
Vorträge und Führungen sowie Angebote für Kinder und Jugendliche laden das gesamte Jahr über zur Beschäftigung mit dem Thema ein.
Ein Festakt im Dezember anlässlich des Jubiläums des Hohenloheschen Erbvergleichs beschließt das Jubiläumsjahr.

Öffnungszeiten des Museums
April - Oktober:
Dienstag - Sonntag, Feiertage 10.30 - 17.00 Uhr

November - März:
Dienstag - Samstag 14.00 - 17.00 Uhr
Sonn- und Feiertage 10.30 - 17.00 Uhr