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Angebote zur
Museumspädagogik im DOM
- Zur Stadtgeschichte
- Zur Dauerausstellung
Kooperation mit der Kaufmännischen Schule Bad Mergentheim
- Zur Kooperation
- Kaufmännische Schule Bad Mergentheim
Arbeitskreis Museumspädagogik
Im
Deutschordensmuseum trifft sich seit 1997 ein museumspädagogischer Arbeitskreis und erstellt zur Dauerausstellung sowie
zu jeder Sonderausstellung ein Kinderprogramm. Mit
der Bearbeitung immer neuer Themen zur Dauerausstellung soll das
Museum für Kinder unter immer neuen Aspekten erfahrbar werden. In
der Sonderausstellung entsteht jeweils ein
"Kinderzimmer", in dem auch
einzelne Kinder, die mit ihren Familien die Ausstellung besuchen,
einen Raum zur konzentrierten und gleichzeitig spielerischen
Beschäftigung mit dem Thema haben. Alle Führungen des Museums
vereinen einen theoretischen Teil mit Aktionen und Spielen zum Thema.
Unser Angebot eignet sich für Kindergartengruppen,
Grundschulklassen, für Projekttage oder Kindergeburtstage, etc.

Der museumspädagogische
Arbeitskreis beim Erarbeiten eines Programms
Organisation
Elfriede Rein
Die Führerinnen Alice Ehrmann-Pösch
Ute Jaeger
Renate Kunze
Anna Natenzon
Christel Nowak
Edeltraud Schwank
Roswitha Smid
Christine Wahl
Altersgruppe
für Kinder/Jugendliche von 4 bis 14 Jahren
Gruppengröße Kinder bis 6 Jahre:
max.12 Kinder
Kinder von 7 bis 14 Jahren: bis Klassengröße
Dauer
ca. 1,5 - 2 Stunden
Preise
35,- Euro pro Gruppe
ab 10 Kindern: 3,50 Euro pro Kind
Vereinbarungen Tel 07931/52212
E-mail: elfriede.rein@deutschordensmuseum.de
Angebote
zur Stadtgeschichte Mergentheims
Für
Kinder von 6 bis 10
Jahren
1.
Workshop
„Geheimnisvolles
Mergintaim.
Auf den Spuren von Rittern, Aufständischen und Königstreuen“
„Mergintaim“ wurde der Name der Stadt vor 950 Jahren
geschrieben. Doch die ersten Siedler lebten schon viel früher hier.
Erfahrt in diesem Programm, wie die diese Siedler lebten. Seht
Nachbildungen von Urkunden und versucht, die Schrift zu entziffern.
Stellt selbst Urkundensiegel her. Entdeckt, wie das Schloss sich im
Lauf der Jahrhunderte verändert hat. Und wie lange war wohl der
Deutsche Orden hier ansässig und wer kam danach? Kommt mit auf eine
spielerische Entdeckungsreise durch Eure Stadtgeschichte!
Nach Vereinbarung unter Tel 07931/52212 zu buchen.
2.
Fragebogen zur Stadtgeschichte
Angebot für Schulklassen ohne Führung und für
Individualgäste (Kinder) nutzbar
Dauer: ca. 1 Stunde
3.
Workshopreihe
„Geklopft, geschlagen und gebrannt – (Mode-)Schmuck
und Haushaltskeramik wie bei den ersten Mergentheimern“
Leitung: Edeltraud Schwank
Bereits im 6.-7. Jahrhundert lebten im heutigen Gebiet von Bad
Mergentheim merowingisch-fränkische Siedler. Ihr Schmuck und ihre
keramischen Erzeugnisse dienen als Vorbild für eigene Kreationen,
die in unserer Töpferwerkstatt entstehen.
„Wie aus einer
Burg ein Schloss wird – verborgene Winkel inbegriffen“
Leitung: Ute Jaeger
Das Schloss in Mergentheim entstand seit dem Hochmittelalter aus
einzelnen Gebäuden, die um 1600 zu einem geschlossenen Gebäudering
zusammenwuchsen. Auch geheime Gänge und große Keller entstanden im
Lauf der Zeit, anderes wurde umgebaut oder abgerissen. Eine
architektonische Spurensuche im Schloss.
„Kloaken,
Brunnen, Abfallgruben –
Archäologische Funde im Müll vergangener Jahrhunderte“
Leitung: Alice Ehrmann-Pösch
Was in vergangener Zeit kaputt ging, landete wie heute im Abfall.
Doch auch aus diesen Funden lässt sich der Alltag der Menschen
ablesen. Wie arbeitet ein Forscher, der im Müll nach der
Vergangenheit sucht? Was ist bei Ausgrabungen zu beachten, wie sind
Fundstücke zu behandeln und lassen sie sich wieder zusammensetzen?
„Ritter in
Mergentheim - mit modernem Wappendesign“
Leitung: Anna Natenzon
Wappen dienen durch unterschiedliche farbliche und symbolische
Gestaltung u. a. der Kennzeichnung verschiedener Rittergeschlechter.
Die Heraldik (Wappenkunde) beschäftigt sich mit diesen Farben und
Symbolen. Wie aber würde Dein Wappen aussehen? Welche Farben
würdest Du verwenden, welche Symbole einsetzen?
„Hexenkraut und
Zaubertrank oder was bietet die Apotheke?“
Leitung: Christel Nowak
Ob er wohl Hexenkraut und Zaubertrank in seinem Labor gebraut hat
oder doch eher wirkungsvolle Medizin für die Untertanen des
Deutschen Ordens, der Herr Hofapotheker? Ihr jedenfalls dürft
selbst ausprobieren, was in einer Apotheke so alles herzustellen
ist!
„Drachen, Putten,
Papageien – weiße Wunderwelten aus Gips.
Die Stuckdecken im Schloss“
Samstag, 7. August 2010, 14 Uhr
Leitung: Renate Kunze
Fabelwesen und Tiere bevölkern die Decken der Alten und Neuen
Fürstenwohnung im Schloss. Die Stuckateure haben sie in kunstvolle
Dekorationen eingearbeitet. Wer hat Lust, selbst zum Stuckateur zu
werden und Fabeltiere aus Gips zu entwerfen?
„Souvenirs –
Souvenirs: Mitbringsel aus dem Schloss“
Samstag, 4. September 2010, 14 Uhr
Leitung: Anna Natenzon
Mitzubringen: Tassen, Teller, Vasen, etc.
Als Andenken an ihre Kur in Bad Mergentheim nehmen die Kurgäste
auch heute noch gerne Tassen, Teller, Schalen mit Ansichten aus der
Stadt und vom Schloss mit nach Hause. Schon früher gab es lustige
und ungewöhnliche Mitbringsel aus Mergentheim. Ihr könnt hier Eure
mitgebrachten Tassen, Teller und Schalen mit Euren Motiven
verzieren!
„´...ein gar
selten Objekt, des Art und Natur noch nicht entdeckt...´.
Mörike und die Würzburger Lügensteine“
Samstag, 2. Oktober 2010, 14 Uhr
Leitung: Alice Ehrmann-Pösch
In Würzburg stellten einst Studenten gefälschte Versteinerungen
her, um ihren Professor zu täuschen. Auch Mörike wollte solche „Lügensteine“
besitzen. Einer dieser Steine ist im Mörike-Kabinett zu sehen. In
diesem Workshop dürfen ganz offiziell Lügensteine hergestellt
werden!
„Museumsreif. Von
Sammlungen und Kuriositätenkabinetten“
Samstag, 6. November 2020, 14 Uhr
Leitung: Christel Nowak oder Ute Jaeger
Die „Altertumssammlung“ des Freiherrn Carl Joseph von Adelsheim
ist Grundlage für die reichhaltigen Sammlungen im
Deutschordensmuseum. Wie entsteht so ein Museum und was kann alles
gesammelt werden? Wie kann man eine eigene Sammlung anlegen? Ein
Blick hinter die Museumskulissen!
INFO:
Treffpunkt:
Museumskasse Deutschordensmuseum
Preise:
Gruppe 35,- Euro/ab 10 Kindern: 3,50 Euro pro Kind
Dauer:
ca. 1,5-2 Stunden
Zu buchen:
Alle Programme sind auch nach Vereinbarung zu buchen!
Unsere
Themen zur Dauerausstellung:
"Unseren
Vorfahren auf den Topf geschaut und diesen nachher selbst gebaut"
Für Kinder von 4 bis 7 Jahren
Nach einer spannenden Einführung in die Frühgeschichte töpfern
und verzieren die Kinder einen kleinen Knickwandtopf nach
historischem Vorbild, der gebrannt wird und nach ca. 3 Wochen im
Museum abgeholt werden kann.
Zzgl. Materialkosten (Ton, Glasur, Brennen)
"Edler
Ritter von hohem Stand – selbstgetöpfert, aus Ton gebrannt"
Für Kinder von 8 bis 12 Jahren
Dauer: ca. 3 Stunden
Zzgl. Materialkosten (Ton, Glasur, Brennen)
Nach einer anschaulichen Einführung in das ritterliche Leben töpfern
die Kinder ihren eigenen kleinen Ritter, der später glasiert und
gebrannt wird und nach ca. 3 Wochen im Museum abgeholt werden kann.
"Wortwerkstatt.
Gefüllte Kalbsbrust, Teekesselchen und mehr serviert von Elfchen
und Co."
Für Leseanfänger (6 bis 8 Jahre) und für Leseprofis (9 bis 12
Jahre)
Bei einem Gang durchs Museum suchen wir nach z. T. "gut
versteckten" Zeichen, Signaturen, Monogrammen und erforschen
deren Bedeutung.
Ein - je nach Altersgruppe individuell zusammengestelltes -
Menü aus Buchstabensuppe,
gefüllter Kalbsbrust, Wortsalat und mehr stillt den Bildungshunger
der ideenreichen Entdecker. Und auch der Wissensdurst wird gelöscht
mit den Köstlichkeiten aus dem Teekesselchen. So gestärkt betreten
wir das Reich der Elfchen, jonglieren dort mit Buchstaben, Silben
und Wörtern und erforschen der Ursprung von Sprichwörtern und
Redewendungen und deren Bedeutung in unserer Zeit. In der museumspädagogischen
Werkstatt entstehen schließlich unverwechselbare, ganz moderne
"Zeichen-Kompositionen": „www* ClipArt und
WordArt" - und das ganz ohne PC!
* = wunderbar wichtige Wortgebilde
"Menuette und Korsette"
Eine Reise ins Rokoko
Für Kinder von 7 bis 10 Jahren
Menuett tanzen lernen, die geheimnisvolle Fächersprache üben,
Kleidung wie die Kinder des Deutschordensbaumeisters Bagnato tragen, das höfische
Leben im Absolutismus kennen lernen – kein Problem!
Das Gemälde der Familie des Franz Anton Bagnato (1731-1803) aus dem
Jahr 1776 im Deutschordensmuseum ist Ausgangspunkt für eine Zeitreise ins
Rokoko. Musik, Stoffe, Etikette, Kleidungsstücke, Perücken, Körperhygiene,
Küchenrezepte; das Rokoko wird mit allen Sinnen erfasst und erlebt.
Die nach dem Gemälde genähte Kleidung einer Bagnato-Tochter und seines
Sohnes dürfen anprobiert werden, damit der Hofknicks stilvoll daherkommt.
Die höfische Mode wird samt Unterwäsche vorgestellt, das Korsett und sein
„Innenleben“ erforscht und die meist französischen Bezeichnungen für
diese exotisch wirkenden Kleidungsstücke gelernt.

"Heb des Gänsleins Feder auf!"
Mörike in Mergentheim
Für Kinder von 6 bis 12 Jahren
Ob er wohl ein Mensch war, der nur in "höheren
Sphären" schwebte oder hatte er etwa einen Beruf, mit dem er
sein Geld verdiente? Der Dichter Eduard Mörike (1804-1875) lebte
für sieben Jahre in Mergentheim, lernte hier seine Frau kennen und
hielt Hochzeit in der Schloßkirche; im Museum ist ihm ein Kabinett
gewidmet.
Das Programm geht den Spuren seines Aufenthalts in Mergentheim nach.
Das von Mörike selbst mit Zeichnungen illustrierte Haushaltungsbuch
(zu sehen im Mörike-Kabinett) gibt einen guten Einblick in das
Leben des Dichters und spiegelt sein Wesen. Einige seiner
Zeichnungen aus dem Buch werden "enträtselt" und darüber
hinaus kurze Gedichte vorgestellt. Je nach Alter und Größe der
Gruppe wird in der museumspädagogischen Werkstatt gearbeitet.
Anhand von Mörikes Handschrift lernen die Kinder die deutsche
Schrift kennen und können eigene Schreibversuche mit
originalgetreuem Schreibgerät starten oder es entstehen anhand von
Mörikes Rätseln eigene Bilderrätsel. Alternativ ist die
Anfertigung von Scherenschnitt-Silhouetten möglich.

"Vom Kräutergarten zur
Apotheke"
Die Engel-Apotheke im Deutschordensmuseum
Für Kinder von 8 bis 12 Jahren
In der Abteilung Stadtgeschichte des Museums ist
die Einrichtung der Mergentheimer Engel-Apotheke untergebracht. Die
Apotheke war jahrhundertelang Hofapotheke des Deutschen Ordens. 2003
mußte die barocke Einrichtung ihrem angestammten Platz am
Marktplatz weichen und gelangte ins Museum.
Dies ist Anlaß für folgende Fragen: Seit wann gibt es eigentlich
Apotheken? Waren sie schon immer so ausgestattet wie heute? Das
Programm gibt darauf Antwort und informiert u. a. über den
Apotheker-Eid bzw. die Apothekerordnung (z. B. die Mergentheimer
Apothekerordnung von 1690) und verrät alles über den seltsamen
Gebrauch einer sogenannten "Dreckapotheke". Am Beispiel
der Engel-Apotheke erfahren die Kinder Interessantes über die
Entstehung der Apotheken in den Klöstern, die Ausbildung der Apotheker
und die Medikamente, die es früher gab. Eine Pillendrehmaschine ist
zu bewundern, die alten Apothekengefäße werden begutachtet und ihr
Inhalt erklärt. Zum Schluß wird aus Kräutern eine eigene
Teemischung hergestellt.

"Über 13 Schlüssel zum Deutschen Orden"
Museumsrallye durch 800 Jahre Geschichte
mit Isidor und Rufus, den
Schloßgespenstern
Für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren
Ist der Deutsche Orden eine Medaille, die verliehen wird? Oder
ist das ein Verein? Kann jeder Mitglied werden? Sind die Mitglieder
Ritter, Adelige oder Mönche? Hatten Ritter auch einen Beruf?
Unterstanden sie einem Fürsten?
Diese Fragen und einige mehr suchen im Schloß nach einer Antwort.
Zusammen mit den Schloßgespenstern Rufus und Isidor gehen wir auf
Entdeckungsreise auf den Spuren des Deutschen Ordens. Wir erkunden
die Schloßräume, schauen hinter Vorhängen, Kommoden und Statuen
nach versteckten Hinweisen zum Deutschen Orden, um das große
Rätsel am Schluß zu lösen.
"Schäfer Franz Gehrig und die Quellen von Bad
Mergentheim"
Für Kinder von 4 bis 10 Jahren
Frisches, sauberes Wasser ist seit Menschengedenken
Grundvoraussetzung für das Leben, für das Überleben von Mensch
und Tier und Pflanze: Ohne Wasser - kein Leben! Franz Gehrig
(*20.03.1778 in Lauda - +20.07.1851 in Mergentheim), der Schäfer
von Mergentheim, fand im regenarmen Sommer des Jahres 1826 im
ausgetrockneten Flußbett der Tauber eine Quelle. Nicht irgendein
Wasserrinnsal, nein, eine mineralhaltige Bitterquelle. Die
Entdeckung der Quelle bildete den "Startschuß" für
Mergentheims Aufstieg zum Heilbad, das - damals wie heute - weit
über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist als Heilung
versprechender Kurort. Wer war Franz Gehrig? Wie lebten er und seine
Zeitgenossen? Was geschah nach der Entdeckung der Quelle? Wie
veränderte die Quelle das Leben des Schäfers und die weitere
Entwicklung der Stadt? Mit allen Sinnen begleiten die Kinder Franz
Gehrig und erfahren, wie sein Leben hineinwirkt in unsere Zeit.

"Rund um die Uhr..."
Geschichte(n) von Uhren und anderen Zeitmessern
Für Kinder von 4 bis 10 Jahren
Seit urdenklichen Zeiten beschäftigen sich die Menschen mit dem
Phänomen "Zeit". Ist es viel Zeit, wenig Zeit, die den
Menschen zur Verfügung steht!? Vor der Entwicklung von Uhren und
anderen Zeitmessern wurde das Leben der Menschen geregelt durch die
Abläufe in der Natur, heute durch die überall vorhandenen Uhren
und übervollen Terminkalender. Ob die Menschen früher auch so
gehetzt lebten; oder hatten sie einen ganz anderen Zugang zur Zeit?
Erwiesen sie ihr gar die Ehre? Jedenfalls ist der griechische Gott
Chronos, die personifizierte Zeit, auch im heutigen Sprachgebrauch
noch gegenwärtig, wenn wir Ereignisse der Menschheitsgeschichte und
unseres eigenen Lebens "chronologisch" ordnen und in einer
"Chronik" schriftlich festhalten.
Und wer kennt Johann Erasmus Baumgartinger, den "künstlerisch
veranlagten Uhrmacher" aus Mergentheim und seine Zeit?
Ein erlebnispädagogischer Gang durchs Museum "von Uhr zu
Uhr" wird zum Gang durch einige Jahrtausende
Menschheitsgeschichte.
"Treppauf - Treppab"
Treppen aus vier Jahrhunderten im Schloß
Für Kinder ab 8 Jahren
Wer das Schloß besucht, muß etliche Stufen steigen, um von
Stockwerk zu Stockwerk zu gelangen. Allein für den Aufstieg auf den
Bläserturm sind 202 Stufen zu bewältigen. Diese Führung
beschäftigt sich mit den ganz unterschiedlich angelegten Treppen im
Schloß, die nicht allein dem Zweck dienen, Stockwerke miteinander
zu verbinden, sondern auch etwas für die Augen bieten. Hier ist z.
B. zu sehen, wie ein prächtiges Netzgewölbe eine Treppe
überspannt oder aber es sind versteckte Blattmasken und
Tiergestalten an der Unterseite der Berwarttreppe entdecken. Weiter
ist zu erfahren, warum die "Cuvilliés-Treppe" so genannt
wird und welche Besonderheiten das Hauptstiegenhaus auszeichnen.
Kondition ist hier in jedem Fall gefragt!
"Auf den Spuren der Hexenverfolgung in
Mergentheim"
Museumsführung mit Stadtrundgang
Für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren
Teufelspakt, Zauberei und Hexentanz sind Mittelpunkt vieler Sagen
und Märchen. Im 16. und 17. Jahrhundert war der Glaube an die
Wirksamkeit von Zauberei und an die Existenz von Hexen weit
verbreitet. Auch in Mergentheim kam es zu Hexenprozessen. Frauen und
Männer wurden der "Hexerei" bezichtigt und verurteilt. In
der Führung ist zu erfahren, wie ein solcher Prozess ablief und
welche Anklagepunkte dabei erhoben wurden. Beim Rundgang durch die
Stadt werden Stellen zu sehen sein, wo vermeintliche Hexen oder der
Scharfrichter gewohnt haben und wo das ehemalige Zehntgefängnis
stand und der Standort des Mergentheimer Galgens wird erläutert.

"...und küsste des Henkers
Tochter"
Aus dem Leben eines Henkers im Mittelalter
Für Kinder und Jugendliche ab 13 Jahren
Welche "Berufsgruppen" gab es in einer mittelalterlichen
Stadt und wie waren sie organisiert? Und gehörte der Henker auch zu
dieser Gemeinschaft? Was haben die eigentlich den ganzen Tag gemacht
- außer Leute zu bestrafen? Und wie wurde man denn eigentlich
Henker? Was geschah nun bei einer Hinrichtung?
Bei einem Gang durch die Abteilung Stadtgeschichte des
Deutschordensmuseums soll an verschiedenen Stationen auf das
spätmittelalterliche Weltbild von ausgleichender Gerechtigkeit und
auf den Berufsstand des Henkers eingegangen werden. Anhand von
Modellen, Karten und Waffen wird das Alltagsleben eines
Scharfrichters und seiner Familie veranschaulicht und dabei auch
Anekdoten (u.a. aus Mergentheim) erzählt. Daneben wird auch auf
andere Randgruppen eingegangen (Abdecker, Wasenmeister,
Kloakenreiniger) und vielleicht das eine oder andere Vorurteil über
den Scharfrichter als dem "bösen Mister X" ausradiert.
"Das geht auf keine Kuhhaut"
Oder was schöpfen und schaben mit
schreiben zu tun hat
Für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren
Was ist eigentlich eine Urkunde? Und warum waren Urkunden
wichtig? Aus welchem Material bestehen sie? Womit wurden sie
geschrieben? An welchem Ort hat man sie verfaßt? Ausgehend von der
Stadtrechtsurkunde für Mergentheim mit dem Siegel Kaiser Ludwig des
Bayern (Nürnberg, 2. Juli 1340) werden gemeinsam Antworten auf
diese Fragen gesucht. Die Regelung von Rechtsgeschäften im
Mittelalter wird dabei ebenso thematisiert wie die Herstellung von
Schreibmaterialien (Pergament, Papier, Feder, Tinte) oder die
Schriftlichkeit der Zeit. Wer konnte überhaupt lesen und schreiben,
welche Schriftart wurde verwendet und wann setzte sich die deutsche
Sprache langsam als Amtssprache durch? Mit diesem Grundwissen
ausgestattet erlernen die Kinder und Jugendlichen die Herstellung
von Papier mittels der Schöpftechnik und können ihr
handgearbeitetes Blatt Papier als Erinnerung mit nach Hause nehmen.
"Geschichte(n) rund um Mergentheim"
Stadt, Geschichte, Handwerk
Für Kinder von 4 bis 10 Jahren
Das Programm besteht aus drei Teilen. Der erste Teil
beschäftigt sich mit der Entstehung der Stadt. Die Kinder werden
zunächst selbst zu Stadtgründern und ergründen spielerisch,
welche Voraussetzungen für die Ansiedlung von Menschen notwendig
waren. Am Stadtmodell beobachten sie dann Mergentheim im Zustand von
vor 250 Jahren. Mit Hilfe eines großen Stadtplans und Abbildungen
von wichtigen Gebäuden wird anschließend die Verbindung zur
Gegenwart der Stadt hergestellt. Der zweite Teil des Programms befasst sich mit Handwerk und Berufen in Mergentheim; speziell mit
den Uhrmachern und Zinngießern, da es in Mergentheim sehr gute
Vertreter dieser Berufsgruppen gab und im Museum daher besonders
schöne Stücke ausgestellt sind. Teil drei des Programms stellt
Mergentheim als Kurstadt dar. Die Kinder erfahren, durch welche
Gesteinsschichten das Wasser hindurch muß, um an die Oberfläche zu
gelangen und hören dann die immer wieder interessante Geschichte
der Entdeckung der Mergentheimer Quellen. Zum guten Schluß gibt es
eine Kostprobe der Bad Mergentheimer Karlsquelle für alle! Die
Ausarbeitung des Programms orientiert sich am Lehrplan der
Grundschulen für den Heimat- und Sachkundeunterricht, kann mit
kleinen Änderungen aber auch problemlos für Vorschulkinder
verwendet werden oder taugt durch die Einarbeitung von eher
spielerischen Elementen auch als Angebot für einen
Kindergeburtstag.

"Mit Peter und Elise die Zeit vor 100 Jahren erleben"
Durch die Puppenstubensammlung
Für Kinder von 4 bis 10 Jahren
Die Kinder erleben einen Tag im Leben von Peter und Elise aus der Zeit um 1900. Sie erfahren, wie deren Wohnung und die Küche eingerichtet war oder welche Kleidung die Kinder vor 100 Jahren trugen. Sie dürfen die Gerüche eines Kaufladens erschnuppern und vor einem Spielzeugladen Spielzeug für Jungen und Mädchen zuordnen. Mit einem gemeinsamen Spiel endet der Tag mit den beiden.
"Alte Kinderspiele"
Spiele im Lauf der Zeit - vom 6. bis in´s 20. Jahrhundert
Für Kinder von 4 bis 10 Jahren
Das Spiel ist so alt wie die Menschheit selbst und zu allen Zeiten fanden Kinder Dinge zum Spielen. Im 6./7. Jahrhundert verwendeten sie z. B. Nüsse, Knöchelchen und Murmeln, im 13.-16. Jahrhundert Schweinsblasen und Trommeln zum Krachmachen. Im 18. Jahrhundert waren zu Hofe Brettspiele sehr gefragt und im 19./20. Jahrhundert spielten die Kinder im Freien "Der Kaiser schickt seine Soldaten aus". Es werden Einblicke in die Zeit und Anleitungen zum kreativen Umgang mit den Spielen vermittelt.

"Ritterschlag und Marktgeschrei"
Leben im Mittelalter
Für Kinder von 4 bis 10 Jahren
Das "finstere" Mittelalter ist gar
nicht mehr so finster, wenn das Leben der Menschen aufgeschlüsselt
wird. Die Kinder erfahren, wie das Mergentheimer Schloß in dieser
Zeit aussah, welche Gebäudeteile vorhanden waren und welche es noch
gar nicht gab und entdecken Spuren dieser Zeit am und im Bau. Wer
wohnte im Schloß und wie lief das Leben hier ab - welche Spuren
mittelalterlichen Lebens sind noch heute zu sehen und was verraten
sie uns über die Gewohnheiten der Menschen? Was beschäftigte die
Bewohner den ganzen Tag über und gab es wohl Kinder, die im Schloß
wohnten?
Wie aus einem Knaben ein Ritter
wurde, erfahren die Kinder in spielerischer Form. Welche Teile zu
einer Rüstung gehören und ob es schwer war, mitsamt der Rüstung
ein Pferd zu besteigen, gehört zu den Informationen, die vermittelt
werden. Und nicht zuletzt werden Spiele, die schon im Mittelalter
eine lange Tradition hatten, vorgestellt und ausprobiert.

"Spiegel, Papier, Farbe her - Gesichter malen ist nicht
schwer?"
Das (repräsentative) Bildnis
Für Kinder von 4 bis 10 Jahren
Fürstinnen und Könige, Grafen und Herzoginnen schauen oft recht
hochmütig von ihren Gemälden herab. Doch was steckt dahinter?
Warum ließen sich die Herrschenden so und nicht anders abbilden?
Vier Gemälde, von Kaiserin Maria Theresia, von Hochmeister Clemens
August im Harnisch, von dessen Bruder Kaiser Karl VII. und von
Clemens August als Hochmeister der Deutschen Ordens, geben Anlaß,
das menschliche Gesicht auf repräsentativen Bildnissen zu
studieren. An den Darstellungen beobachten die Kinder verschiedene
Möglichkeiten der Abbildung von Personen und von deren
Selbstverständnis. Sie beschreiben die Form des Gesichts, Augen,
Ohren, Nase, Mund, Haare und untersuchen die Gesichtshälften auf
Unterschiede hin. Auch die Stimmung und vor allem der Ausdruck der
Dargestellten werden erforscht. Anschließend fertigen die Kinder
eigene Porträts von sich in herrscherlichen Posen an.

"Die Kunst der Bleistiftzeichnung"
Für Kinder von 4 bis 10 Jahren
Seit wann gibt es die Möglichkeit, mit dem Bleistift zu
zeichnen, was haben die Menschen damit zu Papier gebracht? Wie sieht
es aus, wenn mit einem harten Stift gezeichnet wird, welche
Ergebnisse sind mit einem weichen Stift zu erzielen? Strukturen und
Muster können zu Papier gebracht werden, aber auch Skizzen und
Studien. Bleistiftzeichnungen werden vor Ort betrachtet und Fragen
rund um die Kunst des Bleistiftzeichnens beantwortet.
ZUR ADVENTSZEIT:
"Ihr Kinderlein
kommet..."
Weihnachten im Deutschordensmuseum
Für Kinder von 4 bis 10 Jahren
Das Weihnachtsfest heute im Gegensatz zu dem vor circa 100 Jahren
ist Thema des Programms.
Ein Kaufladen aus unserer
Puppenstubensammlung aus der Zeit kurz nach der Jahrhundertwende
präsentiert beispielsweise leckere Lebkuchen in den Schaufenstern
und hat den Verkaufsraum hübsch mit einem Tannenbäumchen
dekoriert. Im Spielzeugladen werden Christbaumkugeln,
Rauschgoldengel und Weihnachtsmänner sowie Holzspielsachen aus dem
Erzgebirge angeboten. Welche Gewürze werden für Lebkuchen
verwendet und wie riechen sie, mit welchen Spielsachen spielten die
Kinder der bürgerlichen Familien in dieser Zeit und wie wurden die
Geschenke überreicht? Diese Fragen werden gemeinsam erarbeitet,
aber auch, welche Unterschiede es z. B. in den Weihnachtsfeiern bei
wohlhabenden und bei armen Menschen gab. Der Höhepunkt der Führung
ist die Betrachtung des Hausaltärchens aus dem 16. Jahr-hundert mit
der Darstellung der Geburt Christi in der Adelsheimsammlung. Hier
wird der Anlaß für die Feier des Weihnachtsfestes erklärt und
hier dürfen die Kinder abschließend gemeinsam eine
Krippenlandschaft aufbauen.
Und was gibt es für Kinder, die
das Museum auf eigene Faust erkunden möchten, in der
Dauerausstellung?
Faltblatt "Damals und heute" - Rundgang mit Isidor
An der Museumskasse liegt ein Faltblatt (samt Unterlage und Stift)
zum Mitnehmen aus, das einen ca. einstündigen Museumsrundgang für
Grundschulkinder auf den Spuren von "Isidor, dem
Schloßgespenst" anbietet. Die Figur von Isidor führt die
Kinder durch alle Abteilungen der Dauerausstellung und hier jeweils
zu ausgewählten Exponaten. Hier sind unterschiedliche Aufgaben zu
lösen. Wenn die Kinder ihr ausgefülltes Papier an der Kasse
vorzeigen, erhalten Sie dort eine kleine Belohnung.
Tritt-Hocker
Da in jedem Museum Vitrinen auf den unterschiedlichsten Höhen
bestückt sind, haben Kinder oft Schwierigkeiten, manche Objekte
überhaupt zu sehen. Im Deutschordensmuseum stehen deshalb an der
Garderobe kleine rutschfeste Hocker für Kinder zum Mitnehmen in die
Ausstellung bereit.
Kooperation
mit der
Kaufmännischen Schule Bad Mergentheim
Kaufmännische
Schule geht neue Wege
Arbeitskreis Museumspädagogik als Partner gewonnen
„Warum in die Ferne
schweifen?“ haben Klaus Huth und Renate Haag überlegt, als es
darum ging, für den Geschichtsunterricht der Wirtschaftschule der
Kaufmännischen Schule Bad Mergentheim einen außerschulischen
Lernort zu finden. Warum also den langen und umständlichen Weg nach
Stuttgart auf sich nehmen, wenn es ein Geschichtsmuseum vor der
Haustüre gibt? Nach schulinternen Vorgesprächen nahmen die beiden
Lehrkräfte im Herbst vergangenen Jahres den Kontakt mit Elfriede
Rein, der Leitung des museumspädagogischen Arbeitskreises des
Deutschordensmuseums auf, um einen ersten Gesprächstermin zu
vereinbaren. Sie brachten den stellvertretenden Schulleiter, Jörgen
Mann, sowie den Fachabteilungsleiter der Wirtschaftsschule und des
Berufskollegs, Walter Kraus, zum Sondierungsgespräch mit Elfriede
Rein, Alice Ehrmann-Pösch und Edeltraud Schwank vom AK Museumspädagogik
sowie Museumsdirektorin Maike Trentin-Meyer mit. Damit wurde die
Kooperation gleich zu Beginn auf ein solides Fundament gestellt, das
die Basis für eine dauerhafte und nachhaltige Zusammenarbeit
ergeben soll.
Seither hat sich viel
getan. Die beiden Lehrkräfte und die Frauen des Arbeitskreises
haben in Anlehnung an den Geschichtslehrplan der zweijährigen kaufmännischen
Berufsfachschule Module entwickelt, die im Museum gut zu vertiefen
sind. Erste Workshops mit zahlreichen Aktionen zu den Themen
„Gerichtswesen in Mergentheim“ und „Jüdisches Leben in
Mergentheim“ wurden konzipiert, die Klassen haben ihre ersten
Museumsbesuche hinter sich und gemeinsame Evaluationsgespräche –
unter Beteiligung der Schüler - haben im Anschluss daran
stattgefunden. Dabei hat sich beispielsweise herausgestellt, dass
die Schüler zuerst einmal das gesamte Museum kennen lernen möchten.
Die Arbeitsgruppe hat auf diese Bedürfnisse reagiert und nachträglich
einen allgemeinen Museumsrundgang auf den Stundenplan gesetzt, der
in Zukunft die Klassen bereits Ende September erwartet. Durch die
permanente Überprüfung der Angebote sollen „Standards“
entstehen, von denen nachfolgende Klassen ohne großen zusätzlichen
Aufwand im Museum profitieren. Auf diese Weise werden die Klassen
der Wirtschaftsschule während ihrer zweijährigen Schulzeit fünf
Termine im Museum absolvieren, darunter zwei ca. vierstündige
Projekttage zu beiden Themen, die nach einem Stadtrundgang
vertiefende Gruppenarbeit an verschiedenen Stationen im Museum
umfassen. Was zur Zeit noch viel Arbeit und Engagement auf beiden
Seiten voraussetzt, soll nach dieser „Aufwärmphase“ auf Dauer
in den Stundenplan der Wirtschaftsschüler einfließen. Bei ihnen
soll damit nicht nur das Verständnis für geschichtliche Themen in
ihrer direkten Umgebung geweckt, die Freude am eigenen Erarbeiten
der Thematik gefördert, sondern auch die Schwellenangst vor dem
Betreten eines Museums genommen werden.

Wirtschaftsschüler
der kaufmännischen Berufsschule mit ihren Lehrkräften Klaus Huth
und Renate Haag vor ihrem ersten Museumsbesuch.
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Schüler der Kaufmännischen
Wirtschaftsschule absolvieren ersten Projekttag
Stadtrundgang und Arbeit an Stationen zum Thema
„Jüdisches Leben in Mergentheim“
“Sind Sie Jüdin?“
fragt ein Schüler der 2. Klasse der Wirtschaftschule der Kaufmännischen
Schule – „Nein, aber ich habe viel über das Judentum gelernt in
den letzten Wochen!“ antwortet Edeltraud Schwank vom museumspädagogischen
Arbeitskreis im Deutschordensmuseum Bad Mergentheim. Sie und ihre
Kolleginnen Alice Ehrmann-Pösch und Christine Wahl haben in der
vergangenen Woche gemeinsam mit den Lehrkräften Klaus Huth und
Renate Haag den ersten Projekttag zum Thema „Jüdisches Leben in
Mergentheim“ im Museum für die beiden 2. Klassen der
Wirtschaftsschule gehalten und in der Vorbereitung seit Herbst 2008
selbst viel Neues gelernt. Die beiden Lehrkräfte waren damals auf
Elfriede Rein, die Leitung des museumspädagogischen Arbeitskreises
zugekommen, um für den Geschichtsunterricht der Wirtschaftschule
der Kaufmännischen Schule Bad Mergentheim einen außerschulischen
Lernort zu finden. Seither hat sich eine enge Kooperation zwischen
den beiden Institutionen entwickelt, die eine dauerhafte und
nachhaltige Zusammenarbeit ergeben soll. So werden die Klassen der
Wirtschaftsschule während ihrer zweijährigen Schulzeit fünf
Termine im Museum absolvieren, darunter zwei ca. vierstündige
Projekttage zu den Themen „Jüdisches Leben in Mergentheim“ und
„Hexen, Henker und Halunken – Gerichtswesen in Mergentheim“,
die jeweils nach einem Stadtrundgang eine vertiefende Gruppenarbeit
an verschiedenen Stationen im Museum umfassen.
Der erste Projekttag
hat nun stattgefunden. Vorbereitet hat sich der AK Museumspädagogik
auf das Thema „Jüdisches Leben in Mergentheim“ u. a. durch
einen Workshop, den er bei Daniela F. Eisenstein, der Leiterin des Jüdischen
Museums Franken in Fürth, absolviert hat und durch einen Besuch bei
Jakov Ebert, dem Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Würzburg. Hartwig
Behr, Kenner der jüdischen Geschichte im Taubertal, hat die
Kooperationsgemeinschaft bei einem ausführlichen Gang auf den
Spuren jüdischen Lebens mit der Geschichte der Gemeinde in
Mergentheim vertraut gemacht. Und ganz nebenbei hat die Bibliothek
des Museums hochinteressanten Zuwachs im Bereich der „Judaica“
erhalten. Der Verein Deutschordensmuseum e. V. hat der Museumspädagogik
für einen religionspädagogischen Materialkoffer die Finanzierung
zugesagt und dafür gesorgt, dass etwa eine Hawdalakerze oder eine
Besomimbüchse von den Schülern einmal in die Hand genommen werden
können.
Den Workshop „Jüdisches
Leben in Mergentheim“ hatten die Schüler der 2. Jahrgangsstufe
bereits im Februar im Museum absolviert, in der vergangenen Woche
wurde das Thema dann bei dem Projekttag vertieft. Die Klassen wurden
zunächst in drei Gruppen geteilt, die ab 8 Uhr jeweils an einem
eineinhalbstündigen Stadtrundgang mit Alice Ehrmann-Pösch,
Edeltraud Schwank und Christine Wahl teilnahmen. Jeder Rundgang
hatte einen anderen Schwerpunkt. Während eine Gruppe sich mit dem jüdischen
Leben von Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts befasste und
die zweite Gruppe das 19. und 20. Jahrhundert betrachtete, ging die
dritte Gruppe auf den Aspekt Gastlichkeit ein. Zurück im Museum
schloss sich dem Stadtrundgang eine halbstündige Verschnaufpause
an, bevor die Klassen sich nach Interessenslage erneut in Gruppen
aufteilten.
An fünf Stationen im
Museum wurde nun zwei Stunden lang intensiv „gearbeitet“. In der
Werkstatt im Keller des Schlosses entspann sich bei der Arbeit am
Linolschnitt nach Motiven aus dem jüdischen Kulturkreis und nach
dem gebürtigen Mergentheimer Künstler Hermann Fechenbach einführender
Dialog zwischen Edeltraud Schwank und einem Schüler. Christine Wahl
hatte im Götterzimmer das Thema Feier- und Festtage im Judentum
vorbereitet, zu dem die Schülerinnen und Schüler Plakate und
koschere Menüvorschläge erstellten und Tische passend eindeckten.
Alice Ehrmann-Pösch holte mit ihrer Gruppe einige Judaica aus den
Sammlungen des Museums aus dem Depot und besprach diese z. T. sehr
wertvollen Originale, die nur mit Baumwollhandschuhen angefasst
werden durften. Einige Schüler waren gleich zu Beginn des
Projekttages zu „Reportern“ bestimmt worden und hatten die
Aufgabe, unter Regie von Renate Haag Stadtrundgang, Gruppenarbeit
und die Kooperation Schule/Museum in Text und Fotografie für eine
Ausstellung in der Schule zu begleiten und festzuhalten. Klaus Huth
bearbeitete mit seiner Gruppe in der stadtgeschichtlichen Abteilung
die Frage von Integration und Ausgrenzung der Juden in Mergentheim.
Um 12 Uhr war der
Projekttag mit kreativen, informativen und insgesamt
hochinteressanten Ergebnissen an allen Stationen beendet. Erste,
kurze Nachbesprechungen ergaben, dass alle Beteiligten sehr
zufrieden mit dem Vormittag waren. Zum Schuljahresende wird die
Arbeitsgruppe Schule/Museum sich noch zu einem abschließenden Gespräch
treffen und sich detailliert über den Tag auseinandersetzen...

Linolschnitt von Schülern nach Motiven aus der jüdischen
Religion

Judaica
aus den Sammlungen des Museums werden betrachtet

Fest-
und Feiertage: welche Regeln sind einzuhalten und was wird
aufgetischt?
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